Archiv für den Monat: Juni 2015

Preisverleihung Erna-Scheffler-Förderpreis 2015

ESP -Prträgerinnen m KIT- KopiePreisverleihung Erna-Scheffler-Preis 2015

Fotos: Kathrin Ellwardt,

Foto li: Erna-Scheffler-Förderpreisträgerinnen Dr. Petra Thoma, Ines Reinartz

Foto re:v. li: Siegrun Müller Vizepräsidentin SI Karlsruhe, Dr. Alexander Schug, KIT, Preisträgerinnen Ines Reinartz, Dr. Petra Thoma, Prof. Dr. Michael Siegel, KIT, Elisabeth Siol, Vizepräsidentin SI Karlsruhe

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Am Freitag, 19. Juni 2015 verlieh der Soroptimist Club Karlsruhe im Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zum 10. Mal den Erna-Scheffler-Förderpreis an zwei herausragende Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen des KIT. Unser Club vergibt den Erna-Scheffler-Förderpreis alle zwei Jahre. In diesem Jahr ging der mit insgesamt 5 000 Euro dotierte Preis an die Elektrotechnik-Ingenieurin Dr. Petra Thoma vom Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik und an Ines Reinartz (M. Sc.) von der Fakultät Physik.

Schirmherr war auch in diesem Jahr wieder der Präsident des BVerfG, Prof. Dr. Andreas Voßkuhle.

Der Preis ist nach der ersten Bundesverfassungsrichterin Erna Scheffler benannt. Sie war eine frühe Anwältin der Frauenrechte und rief als Gründungspräsidentin 1963 den SI Club Karlsruhe ins Leben.

In Ihrem Grußwort erinnerte Prof. Dr. Doris König, Richterin am BVerfG, an die Vita von Erna Scheffler, ein Leben, das durch Ungleichbehandlung, Verfolgung und Diskriminierung geprägt war.

Im Namen des KIT sprach Prof. Dr. Alexander Wanner, Vizepräsident für Lehre und akademische Angelegenheiten, dem Club SI Karlsruhe seinen Dank aus und machte deutlich, dass es inzwischen einen Chancengleichheitsplan des KIT gegen Ungleichbehandlung gebe und die Frauenförderung deutlich zugenommen habe.

Kulturamtsleiterin und Clubschwester Dr. Susanne Asche gratulierte im Auftrag von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und erinnerte an das erste Mädchengymnasium in Deutschland, das seit 1893 in Karlsruhe steht.

Prof. Dr. Michael Siegel, Laudator der Doktorandin Petra Thoma, hob besonders den Mut und das Selbstvertrauen seiner Doktorandin hervor: Sie hätte sich Fragen und Aufgaben selbst gestellt und Lösungen gesucht, die bislang noch gar nicht bekannt waren. Dr. Ing. Petra Thoma, erläuterte kurz und präzise den Titel ihrer Dissertation in der Fakultät Elektrotechnik. Sie hat einen Detektor entwickelt, um extrem kleine Terahertz-Lichtimpulse nachzuweisen, die sich in extrem schneller Geschwindigkeit bewegen. Anwendungen der Terahertz-Strahlung liegen u.a.in der Medizin- und Sicherheitstechnik.

Dr. Alexander Schug, Leiter des Steinbuch Centre for Computing (SCC) am KIT, hob in seiner Laudatio nicht nur die fachliche Qualifikation seiner 23-jährigen Masterstudentin hervor, sondern auch ihr soziales Engagement. Ines Reinartz hat im Fachbereich Physik Simulationsmodelle am Computer entwickelt, um nachzuweisen, wie Leben funktioniert. Es sei ihr gelungen, vereinfachte Modelle von Aminosäuren zu entwickeln, die Simulationen zeitnah erledigten, für die 100 Computer sonst mehr als 600 Jahre bräuchten.

Die beiden Vizepräsidentinnen des Club Soroptimist International, Siegrun Müller und Elisabeth Siol, die die Präsidentin vertraten, waren sichtlich stolz auf die beiden Preisträgerinnen von 2015, und würdigten deren Arbeiten. Das Rohrblatt-Ensemble „Alla Camera“ umrahmte mit drei Bearbeitungen den Festakt.

 

Lichtinstallation zu Erna Scheffler zum Stadtgeburtstag KA300 am Bundesverfassungsgericht

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Foto: KA300, https://www.facebook.com/karlsruhe2015

Vom 17.-19. Juni 2015 standen an der Einfahrt zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe technische Aufbauten für eine Lichtinstallation.

Lichtinstallation KA300Foto: Kathrin Ellwardt

Zur Eröffnung des 300. Stadtgeburtstags der Stadt Karlsruhe wurden 32
Lichtinstallationen in der Stadt verteilt, die jeweils eine Persönlichkeit symbolisieren. Eine der ausgewählten Persönlichkeiten war Erna Scheffler als erste
Richterin des Bundesverfassungsgerichts.

Info Lichtinsatallation KA 300

Die meisten dieser Persönlichkeiten wurden von Karlsruher Schulklassen ausgewählt und auf einer der vier Laborbühnen in der Stadt präsentiert; einige auch von anderen Karlsruher Gruppen. Nähere Informationen  unter:
http://ka300.de/programm/eroeffnung/laborbuehnen,

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