Staufermedaille in Gold für unsere Soroptimist-Clubschwester Barbara Schäfer-Wiegand

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (r.) und Ministerin a.D. Barbara Schäfer-Wiegand (l.)

Foto: Land Baden-Württemberg

Unsere Clubschwester Barbara Schäfer–Wiegand hat vom Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg die große Staufermedaille in Gold verliehen bekommen. Winfried Kretschmann würdigte dabei ihren großen Einsatz für den sozialen Zusammenhalt in unserem Land.

„Als Abgeordnete und  Sozialministerin in den Kabinetten von Lothar Späth und Erwin Teufel erkannte Schäfer-Wiegand früh, dass Politik eng mit gesellschaftlichem Wandel und Entwicklung verknüpft ist“ so der Ministerpräsident in seiner Laudatio. Und weiter: „Eine Sozialpolitik nach Schäfer-Wiegand bedeutet, Zusammenleben durch konkrete politische Maßnahmen  aktiv zu gestalten.“

Dazu zählten Unterstützung von Familien und Alleinerziehenden, Angebote in der Kleinkindbetreuung, das Schaffen effizienter Krankenhausstrukturen, sowie die Einführung eines Landesdrogenbeauftragten. Ihr ehrenamtliches Engagement bei der Stiftung „Hänsel und Gretel“ verleiht  missbrauchten Kindern eine Stimme und Hilfe über alle Parteigrenzen hinweg.

Der Club Soroptimist International Karlsruhe freut sich mit Barbara Schäfer-Wiegand über die Auszeichnung und gratuliert ihr sehr herzlich.

Anne Kern

2. Chance für Taschen – 2. Chance für Frauen: Taschenaktion Soroptimist Club Karlsruhe

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Unsere Taschenaktion ist derzeit abgeschlossen.

Wir haben mit guten Ergebnisssen auf der offerta in der dm-Arena in Karlsruhe für unser Taschen-Projekt sammeln können.

Foto: Somajeh-Cathrin Noheh-Khan

Am 28. Februar fand in den Räumen des Karlsruher Tagestreff Für Frauen TafF  (Belfortstraße 10 www.sozpaedal.de  in der Belfortstraße Karlsruhe die Übergabe zweier Schecks statt. Die Präsidentin des Soroptimist Club Karlsruhe, Carola Nauer-Gerhardt (6. von links),  übergab der Leiterin des Taff, Frau Hohnerlein (4. von links),  eine Spende in Höhe  von 3.000 Euro. Ebenso erfreut nahm Firdevs Kaplaner (im Foto links), die Einrichtungsleiterin der schulischen Hilfen der AWO in Karlsruhe, 3.200 Euro für ihr Projekt SINNvoll Lernen entgegen.

Mit gutem Erfolg haben wir für unser  Taschen-Verkaufs-Projekt direkt auf der offerta in der dm-Arena in Karlsruhe Geld eingenommen.

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In unserer Aktion 2. Chance für Taschen – 2. Chance für Frauen -Unterstützung für Bildung und Selbstbewusstsein haben die Mitglieder des Soroptimist Club Karlsruhe gut erhaltene Handtaschen gesammelt, die anschließend bereits bei mehreren VerkaufsaktionenTaschen- neue Besitzerinnen gefunden haben.

 

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Vielen Dank an alle, die bereits  mitgemacht haben!

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von links nach rechts: Dr. Bettina Lang – Präsidentin, Dr. Melitta Büchner-Schöpf, Edith Nothnagel, Dr. Carola Nauer-Gerhardt, Anke Bünting-Walter

Der Erlös finanziert zwei Projekte, eines in Zusammenarbeit mit der Karlsruher AWO, das Mädchen eine zweite Bildungschance ermöglicht, und ein Projekt mit der

Organisation TafF, Tagestreff für Frauen, Karlsruhe, bei dem durch professionelle Schulung das seelische und körperliche Selbstvertrauen von Frauen gestärkt werden soll.

Genaueres hier:

TafF – Tagestreff für Frauen

Der Tagestreff für Frauen „TafF“ in Karlsruhe ist ein ambulantes Begegnungs- und Vermittlungsangebot für Frauen, die aufgrund ihrer besonderen Lebenssituation soziale Schwierigkeiten haben. Ihnen soll eine Mindestversorgung im geschützten Rahmen, Gesundheitsfürsorge, Tagesstrukturierung und der Aufbau sozialer Beziehungen ermöglicht werden, ohne dass sie eine Verpflichtung zur Inanspruchnahme weiterer Hilfen eingehen müssen. Es werden Schwellenängste abgebaut, um die Vermittlung in das bestehende Hilfesystem zu erleichtern.

Die Tagesstätte bietet neben der Versorgung auch ein integriertes Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebot für Frauen, die besondere Unterstützung benötigen, weil sie u. a.

  • lange Jahre aus dem Berufsleben aus- oder gar nie ein-gestiegen sind
  • über schlechte oder keine beruflichen Qualifikationen ver-fügen
  • psychische Auffälligkeiten / Suchterkrankungen aufweisen, was häufig Ergebnis jahrelanger, auch verdeckter Wohnungs-losigkeit und Gewalterfahrungen ist
  • durch Langzeitarbeitslosigkeit und / oder starke Belastungen während der Wohnungslosigkeit in ihrer Kontaktfähigkeit stark eingeschränkt sind

SINNvoll Lernen – ein Angebot der AWO

SINNvoll lernen ist ein breit gefächertes, seit 2012 existierendes Angebot der AWO Karlsruhe, das Schülerinnen und Schülern – auch und gerade aus Familien mit Migrationshintergrund oder aus sogenannten bildungsfernen Schichten – eine individuell an ihre Bedürfnisse angepasste schulische Unterstützung anbietet. Die Lernbegleitung in Einzel- und Gruppenunterricht wird durch freiwillige Helfer gestaltet, insbesondere durch PH-Studierende sowie pensionierte Lehrerinnen und Lehrer. Bildungsgutscheine aus dem Karlsruher Kinderpass und dem Bildungspaket der Bundesregierung können hierfür eingelöst werden.

Damit wird jungen Menschen die Chance auf einen erfolgreichen Schulabschluss, eine Ausbildung, Beschäftigungsfähigkeit und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen ist in hohem Maße situationsbezogen und an den Bedarf im Einzelfall ausgerichtet.

Der Soroptimist Club Karlsruhe ermöglicht derzeit bereits im dritten Jahr mit großem Erfolg die Lernbegleitung von Mädchen, deren Eltern als Geringverdiener diese Förderung nicht finanzieren können.

 

Soroptimist Club Karlsruhe unterstützt AWO-Projekt „SINNvoll Lernen“ mit insgesamt 4.600 Euro

AWO, ganz rechts Haneta

AWO, ganz rechts Haneta

„Es geht um Bildung. Was wir täglich erleben, das ist, dass Bildung der Schlüssel zur Integration ist“, sagt Firdevs Kaplaner, die Einrichtungsleiterin der schulischen Hilfen der AWO in Karlsruhe.

„Bildung kostet aber Geld. Deshalb sind wir so froh, dass der Club Soroptimist Karlsruhe uns bei unserem Projekt „SINNvoll Lernen“ unterstützt“.

Der Soroptimist Club Karlsruhe (www.soroptimist-karlsruhe.de) hat das Projekt 2014 und 2015 mit insgesamt 4600 € unterstützt.

Der Club Karlsruhe von Soroptimist International ist ein Service-Club berufstätiger Frauen. Die Mitgliederinnen setzen sich dafür ein, die Stellung von Frauen und Mädchen zu verbessern.

Der Soroptimist Club wird am Donnerstag, 15.10. im Hotel Eden in Karlsruhe Vertreterinnen der AWO einen Scheck über die Spende überreichen.

Die 15-jährige Haneta und die 12-jährige Nejla stammen ursprünglich aus Mazedonien. Die Eltern haben keine lange Schulbildung gehabt und müssen beide arbeiten. Durch die finanzielle Unterstützung der Soroptimisten-Schwestern besuchen nun beide erfolgreich die Realschule in Durlach.

Beim AWO-Projekt „SINNvoll Lernen“ wird ganzheitlich betreut. Das heißt, dass nicht nur die Hausaufgaben in Deutsch, Mathe und Englisch betreut werden. Die traditionell aufgewachsene Mutter der Mädchen kommt z.B. regelmäßig zum Elterntreff. Dort können die Sozialpädagoginnen der AWO dann z.B. der Mutter die Sorgen nehmen, wenn die 15-jährige Haneta mit auf Klassenfahrt nach England möchte.

 

Preisverleihung Erna-Scheffler-Förderpreis 2015

ESP -Prträgerinnen m KIT- KopiePreisverleihung Erna-Scheffler-Preis 2015

Fotos: Kathrin Ellwardt,

Foto li: Erna-Scheffler-Förderpreisträgerinnen Dr. Petra Thoma, Ines Reinartz

Foto re:v. li: Siegrun Müller Vizepräsidentin SI Karlsruhe, Dr. Alexander Schug, KIT, Preisträgerinnen Ines Reinartz, Dr. Petra Thoma, Prof. Dr. Michael Siegel, KIT, Elisabeth Siol, Vizepräsidentin SI Karlsruhe

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Am Freitag, 19. Juni 2015 verlieh der Soroptimist Club Karlsruhe im Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zum 10. Mal den Erna-Scheffler-Förderpreis an zwei herausragende Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen des KIT. Unser Club vergibt den Erna-Scheffler-Förderpreis alle zwei Jahre. In diesem Jahr ging der mit insgesamt 5 000 Euro dotierte Preis an die Elektrotechnik-Ingenieurin Dr. Petra Thoma vom Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik und an Ines Reinartz (M. Sc.) von der Fakultät Physik.

Schirmherr war auch in diesem Jahr wieder der Präsident des BVerfG, Prof. Dr. Andreas Voßkuhle.

Der Preis ist nach der ersten Bundesverfassungsrichterin Erna Scheffler benannt. Sie war eine frühe Anwältin der Frauenrechte und rief als Gründungspräsidentin 1963 den SI Club Karlsruhe ins Leben.

In Ihrem Grußwort erinnerte Prof. Dr. Doris König, Richterin am BVerfG, an die Vita von Erna Scheffler, ein Leben, das durch Ungleichbehandlung, Verfolgung und Diskriminierung geprägt war.

Im Namen des KIT sprach Prof. Dr. Alexander Wanner, Vizepräsident für Lehre und akademische Angelegenheiten, dem Club SI Karlsruhe seinen Dank aus und machte deutlich, dass es inzwischen einen Chancengleichheitsplan des KIT gegen Ungleichbehandlung gebe und die Frauenförderung deutlich zugenommen habe.

Kulturamtsleiterin und Clubschwester Dr. Susanne Asche gratulierte im Auftrag von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und erinnerte an das erste Mädchengymnasium in Deutschland, das seit 1893 in Karlsruhe steht.

Prof. Dr. Michael Siegel, Laudator der Doktorandin Petra Thoma, hob besonders den Mut und das Selbstvertrauen seiner Doktorandin hervor: Sie hätte sich Fragen und Aufgaben selbst gestellt und Lösungen gesucht, die bislang noch gar nicht bekannt waren. Dr. Ing. Petra Thoma, erläuterte kurz und präzise den Titel ihrer Dissertation in der Fakultät Elektrotechnik. Sie hat einen Detektor entwickelt, um extrem kleine Terahertz-Lichtimpulse nachzuweisen, die sich in extrem schneller Geschwindigkeit bewegen. Anwendungen der Terahertz-Strahlung liegen u.a.in der Medizin- und Sicherheitstechnik.

Dr. Alexander Schug, Leiter des Steinbuch Centre for Computing (SCC) am KIT, hob in seiner Laudatio nicht nur die fachliche Qualifikation seiner 23-jährigen Masterstudentin hervor, sondern auch ihr soziales Engagement. Ines Reinartz hat im Fachbereich Physik Simulationsmodelle am Computer entwickelt, um nachzuweisen, wie Leben funktioniert. Es sei ihr gelungen, vereinfachte Modelle von Aminosäuren zu entwickeln, die Simulationen zeitnah erledigten, für die 100 Computer sonst mehr als 600 Jahre bräuchten.

Die beiden Vizepräsidentinnen des Club Soroptimist International, Siegrun Müller und Elisabeth Siol, die die Präsidentin vertraten, waren sichtlich stolz auf die beiden Preisträgerinnen von 2015, und würdigten deren Arbeiten. Das Rohrblatt-Ensemble „Alla Camera“ umrahmte mit drei Bearbeitungen den Festakt.

 

Lichtinstallation zu Erna Scheffler zum Stadtgeburtstag KA300 am Bundesverfassungsgericht

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Foto: KA300, https://www.facebook.com/karlsruhe2015

Vom 17.-19. Juni 2015 standen an der Einfahrt zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe technische Aufbauten für eine Lichtinstallation.

Lichtinstallation KA300Foto: Kathrin Ellwardt

Zur Eröffnung des 300. Stadtgeburtstags der Stadt Karlsruhe wurden 32
Lichtinstallationen in der Stadt verteilt, die jeweils eine Persönlichkeit symbolisieren. Eine der ausgewählten Persönlichkeiten war Erna Scheffler als erste
Richterin des Bundesverfassungsgerichts.

Info Lichtinsatallation KA 300

Die meisten dieser Persönlichkeiten wurden von Karlsruher Schulklassen ausgewählt und auf einer der vier Laborbühnen in der Stadt präsentiert; einige auch von anderen Karlsruher Gruppen. Nähere Informationen  unter:
http://ka300.de/programm/eroeffnung/laborbuehnen,

dort nach unten bis Erna Scheffler scrollen.

Erna-Scheffler-Förderpreis 2015 an KIT-Wissenschaftlerinnen Dr. Petra Thoma und Ines Reinartz

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Dr. Ing.Petra Thoma (links), Ines Reinartz (rechts) (Fotos: www.kit.edu)

Dr. Ing.Petra Thoma und Ines Reinartz sind die diesjährigen Trägerinnen des Erna-Scheffler-Förderpreises 2015.

Der Soroptimist Club Karlsruhe verleiht den Erna-Scheffler-Förderpreis alle zwei Jahre. Der Club zeichnet damit zum 10. Mal Frauen aus, die sich durch eine besondere wissenschaftliche Leistung am Karlsruher Institut für Technologie KIT  hervorgetan haben.

In diesem Jahr wird Dr. Ing.Petra Thoma für ihre Doktorarbeit an der KIT-Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik ausgezeichnet. Titel der Arbeit: Ultra-fast YBa2Cu3O7-x direct detectors for the THz frequency range.

Ines Reinartz erhält den Erna-Scheffler-Förderpreis für ihre Masterarbeit an der KIT-Fakultät Physik zum Thema Simulation of FRET Dyes with native structure-based models.

Die Verleihung des Erna-Scheffler-Förderpreises fand am Freitag, 19. Juni 2015 um 17.00 Uhr im Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe statt.

Erna-Scheffler-Preis-Verleihung am 19. Juni 2015

Erna Scheffler

Der Termin für die Verleihung des Erna-Scheffler-Förderpreises für junge Wissenschaftlerinnen steht fest:

Die Verleihung findet am Freitag, 19. Juni 2015 um 17.00 Uhr im Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe statt.

Schirmherr der Veranstaltung ist der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Herr Prof. Dr. Andreas Voßkuhle.

Als Rednerin für die Begrüßung durch das BVG konnte Frau Prof. Doris König gewonnen werden, das Karlsruher Institut für Technologie KIT wird voraussichtlich vom Vizepräsidenten für Lehre und akademische Angelegenheiten am KIT, Prof. Alexander Wanner repräsentiert.

 

 

 

Erna-Scheffler-Förderpreis 2013

Soroptimist International Club Karlsruhe zeichnet herausragende Dissertationen in Biotechnologie und Elementarteilchenphysik aus

Quelle:

Presseinformation 051/2013

Erna-Scheffler-Förderpreis für zwei KIT-Forscherinnen

2013_051_Erna-Scheffler-Foerderpreis_fuer_zwei_KIT-Forscherinnen_01_72dpiDipl.-Math./Dr.-Ing. Anna Osberghaus

Die Trägerinnen des Erna-Scheffler-Förderpreises 2013. Rechts: Dr. Anna Osberghaus.
Links: Dr. Susanne Mertens. (Fotos: KIT)

Die Biotechnologie-Ingenieurin und Mathematikerin Dr. Anna Osberghaus sowie die Physikerin Dr. Susanne Mertens erhalten den Erna-Scheffler-Förderpreis 2013. Mit der Auszeichnung würdigt der Soroptimist International Club Karlsruhe alle zwei Jahre herausragende wissenschaftliche Leistungen junger Frauen am KIT. Der Preis erinnert an die erste Bundesverfassungsrichterin in Deutschland, Dr. Erna Scheffler, die sich nachdrücklich für die Gleichstellung der Frau engagierte.

Dieses Jahr vergeben die Karlsruher Soroptimistinnen zwei mit je 2 500 Euro dotierte Dissertationspreise: Dr. Anna Osberghaus erhält die Auszeichnung für ihre am Institut für Bio- und Lebensmitteltechnik, Lehrstuhl Molekulare Aufbereitung von Bioprodukten (MAB), des KIT angefertigte Doktorarbeit „Optimierung chromatographischer Mehrkomponententrennungen ,in silico’ auf Grundlage von Daten aus Hochdurchsatzverfahren“. Dr. Susanne Mertens bekommt den Preis für ihre am Institut für Experimentelle Kernphysik (IEKP) des KIT verfasste Dissertation „Investigation of Background Processes in the Electrostatic Spectrometers of the KATRIN Experiment“.

Einen interdisziplinären Ansatz hat die Biotechnologie-Ingenieurin und Mathematikerin Dr. Anna Osberghaus in ihrer Doktorarbeit verfolgt: Sie verknüpfte moderne statistische Methoden, mathematische Modellierung und Optimierungsalgorithmen effizient mit einer verfahrenstechnischen Methode, der Chromatographie. Bei dieser handelt es sich um ein Verfahren zur Auftrennung von Stoffgemischen, das auf den Wechselwirkungen zwischen einer nicht beweglichen – stationären – Phase und den Komponenten einer beweglichen – mobilen – Phase basiert. Die Proteinreinigung mithilfe der Chromatographie beispielsweise stellt eine der wichtigsten Methoden bei der Aufreinigung biopharmazeutischer Wirkstoffe dar – allerdings ist das Verfahren äußerst kostenintensiv. Dank der Verknüpfung mathematischer Modellierung mit Daten, die in miniaturisierten und parallelisierten Hochdurchsatzexperimenten auf Laborroboterplattformen gewonnen werden, lassen sich Chromatographieprozesse künftig deutlich schneller und sparsamer auslegen und kontrollieren. Die Arbeit von Anna Osberghaus trägt damit wesentlich zur Optimierung chromatographischer Prozesse bei.

Die Physikerin Dr. Susanne Mertens hat sich in ihrer Dissertation mit Untergrundprozessen in den elektrostatischen Spektrometern des Karlsruhe Tritium Neutrino Experiments KATRIN befasst. Dieses interdisziplinäre Experiment zielt darauf, die Masse der Neutrinos, die zu den Elementarteilchen gehören, so genau wie möglich zu bestimmen. Dabei ist es wichtig, störende Untergrundprozesse so weit wie möglich zu unterdrücken. Susanne Mertens entwickelte gemeinsam mit Informatikern des KIT eine spezielle Simulationssoftware, um verschiedene Entstehungsweisen von Untergrundprozessen zu modellieren, deren Ausmaß und Ausprägung vorherzu-sagen sowie festzustellen, inwieweit sie sich auf die Neutrinomassen-Sensitivität von KATRIN auswirken. Um Untergrundprozesse durch gespeicherte Elektronen zu reduzieren, erarbeitete Susanne Mertens gemeinsam mit Elektrotechnikingenieuren eine neue Methode, die sich der sogenannten Elektron-Zyklotron-Resonanz (ECR) bedient. Dieses Verfahren testete Mertens erfolgreich am KATRIN Vorspektrometer. Wenn es gelingt, die Methode auf das Hauptspektrometer zu übertragen, wird eine nahezu untergrundfreie Messung der Neutrinomasse möglich sein.

Die Verleihung des Erna-Scheffler-Förderpreises 2013 ist Teil eines Festwochenendes zum 50-jährigen Bestehen des Soroptimist International Club Karlsruhe vom 26. bis 28. April. Bei Soroptimist International (SI) handelt es sich um die weltweit größte internationale Organisation berufstätiger Frauen. SI wurde 1921 in Oakland, Kalifornien/USA gegründet und ist heute mit rund 90 000 Mitgliedern und rund 3 170 Clubs in 125 Ländern der Welt vertreten. In Deutschland bestehen derzeit rund 200 Clubs mit mehr als 6 000 Mitgliedern. Soroptimistinnen engagieren sich für die Verbesserung der rechtlichen, sozialen und beruflichen Stellung der Frau. Ihr Name ist abgeleitet von lateinisch „sorores ad optimum“ und bedeutet soviel wie „Schwestern, die das Beste wollen“. Der Club Karlsruhe besteht seit 1963; Gründungspräsidentin war Dr. Erna Scheffler. Heute hat der Club Karlsruhe 39 Mitglieder, die verschiedene Berufe und Tätigkeiten vertreten.

Für die diesjährige Verleihung des Erna-Scheffler-Förderpreises am Sonntag, 28. April, um 11 Uhr im Velte-Saal von Schloss Gottesaue Karlsruhe hat der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Professor Andreas Voßkuhle, wieder die Schirmherrschaft übernommen.

Quelle: Karlsruher Institut für Technologie